Fachbegriff-Lexikon


Action Learning

Action Learning, zu Deutsch aktionsbasiertes Lernen, ist eine Methode des gesteuerten Erfahrungslernens. Es wird in Unternehmen oder anderen Organisationen eingesetzt, um Lernen in das Tagesgeschäft zu integrieren. Mit Action Learning lernen die Teilnehmenden auf einem qualitativ hohen Niveau und lösen gleichzeitig geschäftsrelevante Problemstellungen. Mit Action Learning können Unternehmen die Erfahrungen, Kompetenzen, Fähigkeiten und Potenziale der Mitarbeiter besser ausschöpfen.  Action Learning stellt eine nachhaltige Umsetzung der Ergebnisse sicher und macht es möglich, dass Geschäftsziele besser, schneller und effektiver erreicht werden (siehe auch Virtual Action Learning).

Asynchrone Kommunikation

Im Gegenzug zur synchronen Kommunikation besteht in der asynchronen Kommunikation immer ein Zeitversatz zwischen den Kommunikationsbeiträgen. Beispiele für asynchrone Kommunikationsformen im virtuellen Raum sind z.B. Diskussionsforen, oder auch die Kommunikation via Email. Das traditionelle Pendant zur asynchronen Kommunikation ist der Briefverkehr.

Blended Learning

Blended Learning – auch “hybrides Lernen“ oder engl. “multi-method learning” genannt – ist die Kombination von verschiedenen Lernmethoden, Lernaktivitäten und Lernmedien. Dabei kann Blended Learning durch individuelles Lernen, vor allem aber auch durch Lernen im Lernteam umgesetzt werden. Bei Blended Learning  kommt in der Regel auch E-Learning zum Einsatz. Unter Verwendung verschiedenster Lernmethoden werden bei Blended Learning zum Beispiel die Gegensätze virtuell/nicht virtuell, synchron/asynchron, etc. miteinander kombiniert. In vielen Fällen wird Blended Learning durch Pflichtseminare und Präsenzworkshops ergänzt.

Blog

Blog ist eine verkürzte Form des Wortes Web-Log. Ein Blog ist eine Art Tagebuch, das entweder auf einer Website geführt wird oder das ganz als Website realisiert wird. In einem Blog veröffentlicht meist eine, manchmal auch mehrere Personen ihre Meinungen, Ideen, Ansichten, etc. Diese können, entsprechende Berechtigung vorausgesetzt, von anderen kommentiert werden. Besuchen Sie den Blog der FCT Akademie und den Blog von Fassnacht Consulting & Training.

Business Impact Projects (BIP)

Business Impact Projects sind Projekte mit geschäftlicher Relevanz, die im Rahmen von Action Learning bearbeitet und mit einem messbaren Ergebnis für das Geschäft abgeschlossen werden. Eine andere Bezeichnung für Business Impact Projects (BIP) ist Strategic Learning Projects (SLPs).

Chat

Chat ist eine synchrone Form der Kommunikation über ein Rechnernetz, in der Regel über das Internet oder das organisationsinterne Intranet. Im Chat kommunizieren die Teilnehmenden miteinander, indem Sie kurze Textnachrichten eintippen. Alle Teilnehmenden an einem Chat können diesen Dialog in einem Bildschirmfenster verfolgen. Im Lernbereich kann man über Chats z.B. Live-Events anregen, bei denen Experten im Chat als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Häufig findet man Chat auch als zweiten Kommunikationskanal in virtuellen Echtzeit-Klassenzimmern.

Collaborative Learning

Collaborative Learning bezeichnet das Lernen in und von Gruppen. Unter dem Begriff „E-Collaboration“ werden Lern- und Arbeitsformen verstanden, bei denen die Zusammenarbeit räumlich verteilter Personen durch den Einsatz von elektronischen Kommunikations- und Informationsmedien ermöglicht wird. Collaborative Learning beinhaltet nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern vor allem den gemeinsamen Aufbau von neuem Wissen und den Austausch von Erfahrungen zwischen den Beteiligten. Dem Collaborative Learning wird im pädagogischen Kontext eine hohe Wirksamkeit bescheinigt.

Computer Based Training (CBT)

Computer Based Trainings (CBT) sind Kurse oder Lernmaterialien auf Datenträgern. Bei dem Datenträger eines Computer Based Trainings (CBT) handelt es sich in der Regel um enie CD-ROM oder eine DVD. Somit können Computer Based Trainings (CBT) am Computer bearbeitet werden. Computer Based Trainings (CBT)sind in der Regel instruktional gegliedert. Anders als beim Web Based Training (WBT) ist es nicht notwendig, dass der PC während der Lernsession mit einem Computer Based Training (CBT) eine Verbindung zum Inter- oder Intranet hat.

Distance Learning

Distance Learning beschreibt das Lernen aus der Ferne. Es hat seinen Ursprung im klassischen Fernlernen, als die Lernmaterialen per Post zum Lernenden transportiert wurden und auch die Korrespondenz mit dem Fernlehrer per Post erfolgte. Durch die neuen, Internet gestützten Medien ist Distance Learning zu einer sehr wichtigen Ergänzung bzw. Alternative zum Präsenzlernen geworden. Distance Learning umfasst die mediale Darstellung bzw. Übertragung von Lerninhalten, das synchrone und asynchrone Lehren und Lernen aus der Ferne sowie die multimediale Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem Online-Trainer und den Lernenden sowie zwischen den Lernenden untereinander.

Distance Management

Distance Management ist die Organisation und Steuerung der standortübergreifenden Zusammenarbeit. Entsprechend gehört zum Distance Management das Führen aus der Ferne (Distance Leadership), die Zusammenarbeit über die Ferne (Distance Collaboration) sowie die Arbeit in virtuelle und in internationalen Teams, vor allem in Projektteams. Aber auch der Erwerb von interkultureller Kompetenz und die internationale bzw. interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit sind Bestandteil des Distance Managements.

E-Learning

E-Learning ist eine Lernform, die mit Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Der Einsatz von E-Learning reicht von Sprachlernprogrammen auf CD-ROM und DVD bis hin zu aufwändig konzipierten webbasierten E-Learning – Kursen. Bei diesen E-Learning – Kursen können Lerner allein oder in Gruppen komplexe Sachverhalte erarbeiten.

Fernunterricht

Fernunterricht (engl. Distance Learning) ist ein verbraucherschutzrechtlich eindeutig definierter Begriff: Laut Fernunterrichtsschutzgesetz von 1977 handelt es sich beim Fernunterricht um die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind. Beim Fernunterricht kann der Lehrende den Lernerfolg trotz der räumlichen Trennung begleiten.“ (FernUSG § 1 Abs. 1)

Forum

In (Diskussions-)Foren kommunizieren Teilnehmer durch den asynchronen Austausch von Textnachrichten. Durch die typische Anordnung, bei welcher Antworten auf bereits vorhandene Beiträge hierarchisch untergeordnet werden, entsteht im Forum eine Baustruktur, die die parallele Bearbeitung verschiedener Themen ermöglicht. Der Aufbau des Forums ermöglicht dabei eine Strukturierung der Themenstränge und eine Dokumentation des Diskussionsverlaufs. Foren sind ein wichtiger Baustein des kollaborativen Lernens.

Groupware

Als Groupware bezeichnet man eine Software zur Unterstützung der Zusammenarbeit in einer Gruppe über zeitliche und/oder räumliche Distanz hinweg. Funktionen von Groupware-Systemen können zum Beispiel gemeinsame Kalender und Kontakte, gemeinsame Dateiablage mit Versionierungsfunktionen oder gemeinsame Nachrichtensysteme, etc. sein. Groupware-Systeme beinhalten häufig auch synchrone Elemente.

Live Web Learning

Unter Live Web Learning (Webkonferenz, virtuelles (Echtzeit-) Klassenzimmer, Realtime Learning, Webinar, etc.) versteht man das Lernen über das Internet in Echtzeit. Die Lernenden treffen sich beim Live Web Learning mit dem Trainer oder Tutor in einem virtuellen Lernraum, in dem per Sprach- und meist auch Videokonferenz kommuniziert wird. In diesem Raum können beim Live Web Learning Präsentationsmaterialien gezeigt, an einem elektronischen Flipchart gearbeitet, gemeinsame Dokumente erzeugt, Tests durchgeführt oder Gruppenaufgaben bearbeitet werden. Zahlreiche weitere Funktionen simulieren beim Live Web Learning das Lernen in einem Präsenzklassenzimmer, sodass inzwischen zahlreiche Lernsituationen des Präsenzunterrichts auch durch Live Web Trainings abgedeckt werden können.

Online Training

Ein Online Training wird ganz oder in wesentlichen Teilen über das Internet oder das organisationseigene Intranet abgewickelt. Dies umfasst z.B.

  • Verteilen der Lernmaterialien
  • Arbeiten in räumlich verteilten Lernteams
  • Kommunikation in Lernräumen
  • Lernen durch Live Web Training

Online Trainings werden inzwischen oft mit Präsenzveranstaltungen kombiniert.

PAS-Zertifizierung

PAS (Public Available Specification) ist eine öffentlich verfügbare Spezifikation, die Produkte, Systeme oder Dienstleistungen beschreibt, in dem sie Merkmale definiert und Anforderungen festlegt. Auch für Weiterbildungsunternehmen und deren Angebote stehen verschiedene PAS-Zertifizierungen zur Verfügung.

Präsenzveranstaltung

Präsenzveranstaltungen sind Veranstaltungen, bei denen sich die Teilnehmer und Trainer „face-to-face“ also von Angesicht zu Angesicht, z.B. im Seminarraum, gegenüberstehen. Bei den verschiedenen Varianten des Online Learnings werden Präsenzveranstaltungen häufig als Präsenzworkshop und nicht als Präsenzseminar durchgeführt. In den Präsenzveranstaltungen bzw. Präsenzworkshops wird das online Gelernte praxisnah geübt.

Social Media

Social Media (soziale Medien) sind digitale Medien und Technologien im Internet, mit deren Hilfe Anwender kommunizieren, zusammenarbeiten, Inhalte austauschen und gemeinsam Inhalte erarbeiten können. Sie kommen in zahlreichen Bereichen zum Einsatz, unter anderem beim Lernen.

Soziales Lernen

Unter sozialem Lernen versteht man ganz allgemein das in der Regel informelle Lernen voneinander und miteinander, das neben inhaltlichen Zielen auch die Verbesserung der sozialen Kompetenz zum Thema hat. Der Einsatz von Social Media fördert auch das soziale Lernen zwischen Menschen, die räumlich voneinander entfernt sind.

Synchrone Kommunikation

Im Zusammenhang mit der virtuellen Kommunikation bedeutet synchrone Kommunikation, dass Kommunikationsbeiträge unmittelbar aufeinander oder zeitgleich erfolgen. Beispiele für synchrone Kommunikationsmedien sind z.B. Chats, Video- und Audiokonferenzen, oder das zeitgleiche Bearbeiten von Inhalten im virtuellen Echtzeitklassenzimmer.  Traditionelle synchrone Kommunikationssituationen sind z.B. Telefonate oder auch Gespräche, bei welchen die Gesprächspartner sich von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten.

Tutor / Tele-Tutor / Online Tutor

Beim Online- und Fernlehrgang ist der Tutor der Betreuer und Lernbegleiter der Teilnehmer. Die Betreuung der Lernenden erfolgt unter zu Hilfenahme synchroner und asynchroner Kommunikationsmedien. Dem Tutor kommt beim Online Training eine ganz besondere Bedeutung zu. Anders als beim traditionellen Lernen sind der Lerner und der Tutor räumlich voneinander getrennt. Eine wesentliche Aufgabe des Online Tutors ist neben der inhaltlichen Betreuung der Teilnehmenden deshalb auch der Aufbau einer emotionalen Bindung der Teilnehmer zur Person des Online Tutors und den anderen Teilnehmenden. Der Online Tutor muss beim Teilnehmer Motivation aufbauen und aufrechterhalten. Der Online Tutor muss die Teilnehmenden trotz Distanz genau beobachten, um mögliche Störungen frühzeitig zu erkennen und beheben zu können.

Virtuelles Echtzeitklassenzimmer

Virtuelle Echtzeitklassenzimmer, auch unter dem Begriff „Virtual Classroom“, bekannt, sind webbasierte Tools zur Unterstützung des kollaborativen Lernens und Arbeitens. Meist findet man im virtuellen Echtzeitklassenzimmer Audio- und Videokonferenzfunktionen, Live-Präsentationstools, sowie die Möglichkeit, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Die Funktionen von virtuellen Echtzeitklassenzimmern unterstützen räumlich verteilte Personen bei der Zusammenarbeit. Virtuelle Echtzeitklassenzimmer können eingesetzt werden, um die gemeinsame Arbeit an Projekten oder Aufgaben zu ermöglichen. Im Virtuellen Echtzeitklassenzimmer können Lerninhalte präsentiert werden oder aber Expertenvorträge eingebunden werden. Virtuelle Echtzeitklassenzimmer dienen der Umsetzung von Live Web Trainings.

Web Based Training (WBT)

Bei einem Web Based Training (WBT) werden Lerninhalte auf einem Webserver und nicht wie bei einem Computer Based Training (CBT) auf einem Datenträger wie CD-ROM/ DVD bereitgestellt. Die Inhalte können beim Web Based Training (WBT)  über Inter- oder Intranet bereitgestellt werden. Web Based Trainings (WBT) bieten alle Möglichkeiten von CBTs, haben darüber hinaus jedoch zusätzliche Vorteile. So sichern Web Based Trainings (WBT) sofortige und weltweite Verfügbarkeit und bessere Möglichkeiten der Inhaltsaktualisierung. Selbstverständlich können Web Based Trainings (WBT) auch in einen betreuten Lernprozess  wie z.B. in einen WebQuest  eingebunden werden können. Web Based Trainings (WBT) erzielen durch den Einsatz von flankierenden  Elementen, wie den Einsatz von Forumsdiskussionen, eine höhere Wirksamkeit als isolierte (Computer Based Trainings (CBTs), die der Lerner ohne Betreuung bearbeitet.

Webinar

Lernen im virtuellen Echtzeitklassenzimmer.

WebQuest

WebQuests (engl. „quest“ = Suche) sind komplexe, computergestützte Lehr-Lern-Arrangements im Internet, die das handlungsorientierte und selbstgesteuerte, teilweise auch autonome Lernen fördern. Dabei ist die Vorgehensweise in einem WebQuest durch ein mehrstufiges Konzept sehr präzise vorgegeben.

Die WebQuests – Methode wurde in den USA entwickelt. In einem WebQuest erhalten die Teilnehmenden nach einer Einführung in ein reales Problem eine Aufgabenstellung, die sie mit Hilfe vorgegebener authentischer Informationsquellen in Lernteams bearbeiten. In erster Linie sind diese Quellen im Internet zugänglich und werden dort abgerufen. Es kann jedoch auch weiteres Material z.B. aus Computer Based Trainings (CBT), Web Based Trainings (WBT),  Lernheften, Experteninputs im virtuellen Echtzeitklassenzimmer, Büchern, Zeitschriften , etc. herangezogen werden. Neben dem Lernen in Team steht beim WebQuest auch die eigenständige Arbeit der Teilnehmenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll.

Die FCT Akademie für innovatives Lernen GmbH hat zusammen mit der tele-akademie der Hochschule Furtwangen die WebQuest-Methode virtualisiert, d.h. WebQuests werden durch virtuelle, also geographisch verteilte Lernteams mit Hilfe von Internettechnologien bearbeitet. Zusammen mit der Hochschule Heilbronn hat die FCT Akademie die aus dem Schulbereiche kommende WebQuest-Methode professionalisiert und für Geschäftsanwendungen optimiert.

Wiki

Ein Wiki ist ein Hypertext-System, dessen Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online geändert werden können. Diese Eigenschaft wird durch ein vereinfachtes Content-Management-System, der so genannten Wiki-Software oder Wiki-Engine, bereitgestellt. Beim Wiki wird zum Bearbeiten der Inhalte eine einfach zu erlernende Markup-Sprache verwendet. Lernplattformen sind in der Regel inzwischen mit einem Wiki ausgestattet.  Eines der im Internet bekanntesten Wikis ist Wikipedia.

Die WebQuests – Methode wurde in den USA entwickelt. In einem WebQuest erhalten die Teilnehmenden nach einer Einführung in ein reales Problem eine Aufgabenstellung, die sie mit Hilfe vorgegebener authentischer Informationsquellen in Lernteams bearbeiten. In erster Linie sind diese Quellen im Internet zugänglich und werden dort abgerufen. Es kann jedoch auch weiteres Material z.B. aus Computer Based Trainings (CBT), Web Based Trainings (WBT),  Lernheften, Experteninputs im virtuellen Echtzeitklassenzimmer, Büchern, Zeitschriften , etc. herangezogen werden. Neben dem Lernen in Team steht beim WebQuest auch die eigenständige Arbeit der Teilnehmenden im Vordergrund, die zur selbständigen Konstruktion von Wissen führen soll.

Die FCT Akademie für innovatives Lernen GmbH hat zusammen mit der tele-akademie der Hochschule Furtwangen die WebQuest-Methode virtualisiert, d.h. WebQuests werden durch virtuelle, also geographisch verteilte Lernteams mit Hilfe von Internettechnologien bearbeitet. Zusammen mit der Hochschule Heilbronn hat die FCT Akademie die aus dem Schulbereiche kommende WebQuest-Methode professionalisiert und für Geschäftsanwendungen optimiert.