Technik – die dritte Webinarsäule

26. Jan 2019

Ein gutes Live Online Trainer bzw. Webinar baut auf drei Säulen auf: Didaktik, Methodik und Technik. Alle drei Säulen müssen sehr stabil stehen, damit das Live Online Training bzw. Webinar ein Erfolg wird. Während die Notwendigkeit einer exzellenten Didaktik und eine vielfältige Methodik meist erkannt werden, wird die Technik nicht selten stiefmütterlich behandelt. 

„Technik? Das bekommen wir schon hin. Im Internet surfen klappt ja auch.“ Diese recht ignorante Einstellung höre ich nicht selten, wenn ich mit Trainern und Dozenten über Live Online Trainings oder Webinare spreche. Und erlebe dann im virtuellen Klassenzimmer das Gegenteil. 

Klar, die Technik des virtuellen Klassenzimmers ist keine Hexerei. Aber reingehen und mal loslegen – so einfach ist es nun auch wieder nicht. Auch der Umgang mit der Technik will gelernt sein. Hier einige Tipps gerade für unerfahrene Live Online Trainer und Webinarmoderatoren.

  1. Ein virtuelles Klassenzimmer zu bedienen ist wie Autofahren. Lernen Sie, die verschiedenen Funktionen blind zu beherrschen, so dass Sie sich auf Ihren Inhalt und Ihre Teilnehmenden konzentrieren können.
  2. Führen Sie bei einem neuen Webinar mindestens einen Testlauf durch, bei dem Sie alle technischen Funktionen unter Echtzeit testen – am besten mit eine paar Bekannten als Teilnehmende.
  3. Machen Sie im Webinar keine technischen Experimente. Setzen Sie nur die Funktionen ein, die Sie geübt haben und die Sie beherrschen.
  4. Machen Sie sich auch mit den technischen Besonderheiten Ihres Rechners, Ihres Browsers, Ihres Betriebssystems, etc. vertraut. Schlechte Audio- und Videoübertragung hat oft nichts mit den Einstellungen im virtuellen Klassenzimmer zu tun, sondern mit den Hard- und Softwareeinstellungen am Computer. 
  5. Wenn Sie mit einem anderen Rechner oder an einem anderen Standort arbeiten, testen Sie alles noch einmal. Nicht selten klappt in anderen Umgebungen etwas nicht mehr, was bisher immer ging.
  6. Lernen Sie auch, was es mit Begriffen wie Bandbreite, Firewall, etc. auf sich hat. Diese Dinge können Ihnen und auch Ihren Teilnehmenden einen Streich spielen.
  7. Und wenn doch einmal technisch etwas schief geht, was Sie im Webinar nicht zeitnah lösen können? Brechen Sie das Webinar besser ab und setzen Sie einen neuen Termin an, bevor Sie sich und Ihre Teilnehmenden mit einer havarierten Technik durch ein Live Online Training oder ein Webinar quälen.

Fazit: Man muss als Live Online Trainer oder Webinarmoderator kein technischer IT-Spezialist sein, so wie man als Autofahrer kein KFZ-Mechaniker sein muss. Aber man muss grundlegende technische Kompetenzen haben – so wie Sie als Autofahrer wissen müssen, wo Bremse, Kupplung und Gaspedal sind und wie diese funktionieren. 

Lernende Grüße aus dem Rheinland.

Konrad Fassnacht

 

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Konrad Fassnacht

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