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Den Lernort neu justieren

24. Jun 2021

„Betriebliche Weiterbildung findet im Seminarraum oder mit digitalen Medien am Arbeitsplatz statt, wo das Erlernte gleich umgesetzt werden kann.“ Richtig. Was aber, wenn das Lernen am physischen Arbeitsplatz nicht ungestört abläuft? Oder wenn der Arbeitsplatz durch digitale Medien nicht mehr ortsgebunden sein muss? Durch Corona wurde für viele Unternehmen vieles an Flexibilität möglich, was zuvor undenkbar war. Daher ist es jetzt an der Zeit, den Lernort neu zu justieren.

In der Vor-Corona-Zeit war Home Office in sehr vielen Unternehmen aus unterschiedlichen Gründen ein „ungeliebtes Kind“. Das hatte auch Auswirkungen auf die digitale Weiterbildung. So saßen Teilnehmende an Webinaren zu normalen Bürozeiten nicht selten in Großraumbüros mit ihren permanenten Ablenkungen und Störgeräuschen. Nicht selten hörten wir von unserem Webinarteilnehmenden, dass sie heute nicht viel aktiv beitragen können, weil im Großraumbüro der Bär tanzt. Oder sie mussten eines der selten freien Besprechungszimmer suchen, um in Ruhe am Webinar teilnehmen zu können. Das kostete oft mehr Zeit als das Webinar dauerte.

Auch selbstgesteuertes Lernen mit E-Learning oder Lernvideos wurde durch Ablenkungen von links und rechts, vorne und hinten, beeinträchtigt. Dazu kamen die Unterbrechungen vom Chef oder von Kollegen: „Hast Du mal `ne Minute? Du lernst ja bloß.“

Mit dem von Corona erzwungenen Rückzug ins Home Office kam der „Game-Changer“. Plötzlich war Ruhe im Webinar, Ungestörtheit beim E-Learning, Muse bei den Lernvideos. Zumindest zu einem großen Teil, wenn nicht andere Störquellen wie der fröhlich Sturm läutende Postbote oder der laut schnarchende Hund – ist wirklich wahr – die Konzentration beeinträchtigten.

Wie geht es nun weiter, da Corona hoffentlich bald nachhaltig in den Hintergrund unser aller Leben tritt? Wird digitales Lernen wieder in die lauten Großraumbüros verlagert? Oder sollten die Lernenden gefälligst zu Hause bleiben, um aus der Ruhe im Home Office Lernnektar zu saugen.

Weder noch. Wir brauchen individuelle und selbstverantwortliche Lösungen. Wer im Großraumbüro arbeitet und zu Hause ein Arbeitszimmer hat, in dem er ungestört ist und in dem keine Hunde schnarchen, der erzielt beim Lernen im Home Office für sich und vor allem für sein Unternehmen den größten Lernnutzen. Wer hingegen in einem Einzelbüro arbeitet, zu Hause aber am Küchentisch lernen muss, der wird sicher sein Büro als Lernort vorziehen.

Wenn Unternehmen also einen großen Mehrwert aus dem digitalen und damit ortsunabhängigen Lernen ziehen wollen, dann sollten sie jetzt den Mitarbeitern die Freiräume geben, selbst zu entscheiden, wo sie am besten lernen.

Lernende Grüße

Konrad Fassnacht

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Konrad Fassnacht

Kommentare

  1. Lieber Konrad,

    ich stimme Dir zu, Corona hat vieles ermöglicht, jetzt wird es spannend, wenn es sukzessive wieder zurück ins Büro geht. Denn das ist eine Tendenz, die ich verstärkt bei den Unternehmen wahrnehme.

    Noch interessanter wird es, wie sich Lernen & Arbeitsalltag vor allem für Aussendienstmitarbeiter verbinden lässt. Denn ein Webinar im Auto (auf einen Parkplatz mit suboptimalem Empfang), ist keine zufriedenstellende Alternative.

    Die Vereinbarkeit von Lernen & Alltagsgeschäft ist eine der großen Herausforderungen, die sich Unternehmen & Mitarbeiter stellen müssen.

    • Konrad Fassnacht schreibt: Juli 5, 2021 at 5:29 am

      Guten Morgen, Nina,

      ein Webinar im Auto ist in der Tat nur suboptimal, zumal außer dem oft schlechten Empfang auch andere Rahmenbedingungen, z.B. Konzentrationsfähigkeit, Möglichkeiten zum Notizen machen, etc. suboptimal sind.

      Hier kommt der Medienmix ins Spiel. Wenn es das Thema erlaubt sind für Außendienstmitarbeiter, die viel im Auto unterwegs sind, oft kurze, gut gemachte Podcast-Sequenzen ein Mittel der Wahl.

      Liebe Grüße

      Konrad

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